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21. April 2013: Landesgartenschau 2022 darf Badesee nicht beeinträchtigen

Bei der Bürgerinformationsveranstaltung zur Bewerbung der Stadt Darmstadt als Veranstaltungsort der Landesgartenschau im Jahr 2022 begrüßte der Vorstzende der Woogsfreunde, Dr. Reinhard Cuny, die geplante Einbeziehung des Großen Woogs in die Kernzonen des Ausstellungsgeländes. Darmstadt habe mit dem Naturbadesee Woog im Vergleich zu anderen Großstädten ein einmalig schönes Erholungsareal, das man selbstverständlich in eine Gartenschau integrieren müsse. Die Gartenschau  biete die Chance für zusätzliche, vom Land Hessen geförderte Investitionen in die Pflege und Sicherung des Woogs als Naturbadesee. Unabdinbar sei für die Bürgeraktion Woogsfreunde aber, dass es durch die Gartenschau zu keinen temporären oder gar bleibenden Beeinträchtigen des Badesees komme. Auch müsse der Zugang zu beiden Badeanstalten am Woog für die Darmstädter Bevölkerung und insbesondere für die Dauerkarten-Inhaber während der Gartenschau ungehindert möglich bleiben.

Auf Grund negativer Erfahrungen müssten vor allem Vandalismusschäden und Verschmutzungen - vor allem mit Glasscherben - rund um den Badesee, auf der Insel und auf den Liegeflächen verhindert werden. Die Woogsfreunde lehnen deshalb aiuch gelegentlich geäußerte  Ideen ab, die Umzäunung des Woogs und seiner Badeanstalten zu beseitigen.

Nach den Planungen der Stadt sollen die eintrittspreispflichtigen Kernzonen der Landesgartenschau zum einen der “Woogspark” vom Mercksplatz über die Rudolf-Mueller-Anlage und den Großen Woog bis zum TSG-Gelände und zum anderen die Rosenhöhe sein. Die Mathildenhöhe soll ebenfalls einbezogen werden, aber nicht als entgeltpflichtige Kernzone.

Ob Darmstadt den Zuschlag erhält oder die konkurrierende Stadt Fulda entscheidet die Landesregierung Ende 2015..

 

30. März 2015: Stadt plant Entschlammung des Woogs

Die Woogsfreunde begrüßen die von der Stadt für die nächsten Jahre geplanten Investitionen zur Entschlammung des Badesees und zur Errichtung einer Nährstoffreduzierungsanlage vor dem Einlauf des Darmbachs in den Woog. Die Planungsmittel dafür wurden von der Stadtverordnetenversammlung im Haushalt 2015 bereitgestellt.

Bezüglich der ebenfalls geplanten Anbindung des vom Hofgut Oberfeld kommenden und derzeit noch in Kanalisation fließenden Meiereibachs an den Darmbach verlangen die Woogsfreunde absolute Sicherheit, dass die Wasserqualität des Darmbachs dadurch verbessert und nicht verschlechtert wird. Einen zusätzlichen Nährstoffeintrag könne der Natiurbadesee Großer Woog nicht gebrauchen. Es gehe nicht an, dass man den Meiereibach in den Darmbach leite und dann erst schaue, ob die Wasserqualität möglicherweise schlechter wird. “Das muss vorher eindeutig und sicher geklärt werden,” verlangen die Woogsfreunde. Nicht nur eine Belastung mit zusätzlichen Nährstoffeinträgen müsse ausgeschlossen werden, sondern auch eine Belastung des Meiereibachwassers mit gesundheitsschädlichen Keimen wie Enterokokken oder Kolibakterien.

 

14. Juli 2013: Woogsfreunde fordern Reduzierung des Nährstoffeintrags in den Darmbach

 

Die Aktion BIG JUMP, bei der am Sonntag um 15 Uhr Menschen an vielen Orten durch einen Sprung in Flüsse und Seen, so auch in Darmstadt am Großen Woog, für den Gewässerschutz demonstrieren, nahmen die Woogsfreunde zum Anlass , weitere Schritte zur Verbesserung der Wasserqualität des Badesees anzumahnen. Reinhard Cuny, Vorsitzender der gemeinnützigen Bürgeraktion Woogsfreunde zum Schutz des Naturbadesees erinnerte an das limnologischen Gutachten, das im Auftrag der Stadt erstellt und 2011 vorgelegt worden war. Es hatte dem Woog eine gute Wasserqualität bescheinigt, aber auch auf Risiken infolge einer hohen Nährstoffbelastung hingewiesen, die vor allem von der Nährstoffbelastung im zufließenden Darmbach und Ablagerungen im Sediment des Badesees herrührt. Die Forderung der Woogsfreunde, die Ursachen für die Nährstoffbelastung im Darmbach in einem weiteren Gutachten aufzuspüren, fand bei einer vom Magistrat durchgeführten Anhörung breite Unterstützung.

Eine Begehung des Darmbachverlaufs durch die verschiedenen beteiligten Behörden und den Gutachter, die bereits im Mai des letzten Jahres stattfand, hatte ergeben, dass es entlang des Darmbachs von seinen Quellen im Darmstädter Ostwald bis zum Woog keine 'Großverschmutzer' gibt, aber viele kleine 'Ursachen'. Konkrete Maßnahmen wurden aber bislang keine eingeleitet. Diese fordern die Woogsfreude nun ein. Cuny: "Der Große Woog ist ein Kleinod, wie es kaum eine andere Großstadt aufzuweisen hat. Er muss nicht nur als Naturgewässer geschützt , sondern auch als Badesee auf Dauer erhalten werden. Gerade in diesen Tagen sieht man wieder, wie beliebt der Woog als Badesee ist."

Die Bürgeraktion Woogsfreunde unterstützt mit ihren Mitgliedsbeiträgen und Spenden die Erhalten des Woogs mit seinen beiden Badeanstalten, dem Inselbad und dem Familienbad. In diesem Jahr haben die Woogsfreunde der Stadt 10.000 Euro für Sanierungsmaßnahmen im Bereich der Duschen des Inselbades und 1.150 Euro für Baumanpflanzungen auf der Insel zur Verfügung gestellt.

 

7. Juni 2013: 40 Jahre Woogsfreunde: Bürgerinitiative verhinderte 1973 den Einbau von Wannen in den Woog.

Am 7. Juni 1973, vor vierzig Jahren, wurde die Bürgerinitiative zum Schutz und zur Pflege des Darmstädter Großen Woogs, die sich mittlerweile " Woogsfreunde" nennt, gegründet. Reinhard Cuny, der Vorsitzende der Bürgeraktion erinnert sich noch an die Gründungsversammlung im großen Saal des Hotels Bockshaut an der Stadtkirche. Anlass des Zusammenschlusses waren Pläne des Darmstädter Schwimmvereins DSW 1912 und der Stadt, ein Schwimmleistungszentrum mit beheizten Wannen in den Naturbadesee hinein zu bauen. "In den nächsten Wochen will die Bürgerinitiative alles daran setzen, das Wannenprojekt im Woog zu verhindern und einen anderen Standort für das Leistungszentrum durchzusetzen", berichtete das Darmstädter Echo damals von der Gründungsversammlung.

Vorausgegangen war ein wochenlanger Streit zwischen den regelmäßigen Woogsbesuchern, zu denen vor allem Senioren vom Altherren-Schwimmclub "Die Schlammbeißer" und von der damals noch separaten Schwimmerinnengruppe "Die Quallen" zählten, sowie dem DSW 12 und der Stadt auf der anderen Seite. Ende 2012 waren die Pläne bekannt geworden, ein Schwimmleistungszentrum mit beheizten Becken mit Fördermitteln des Bundes in den Badesee zu bauen, und zwar dort wo sich die alten Wettkampfbahnen mit dem Sprungsturm befinden.

Um den Streit zu schlichten, lud der damalige, für das Bäderwesen zuständige Stadtrat, Willy Glas (FDP), zwei Vertreter der Schlammbeißer sowie Vertreter des DSW, verschiedener Fachämter und Stadtverordnete aller Fraktionen zu einer Besprechung ins Stadthaus in der Grafenstraße ein. "Aus dem beabsichtigten Informationsgespräch wurde eine Bürgerversammlung: fast hundert Interessierte waren in das Stadthaus gekommen", beginnt der ausführliche Bericht, der dazu am 20. Januar 1973 im Darmstädter Echo erschien. Wegen des großen Andrangs musste die Besprechung in den größten Raum des Stadthauses, die Kantine, verlegt werden.

Es waren aber nicht nur Senioren, die gegen das Projekt auf die Barrikaden gingen, auch die Darmstädter Jungdemokraten, die damalige Jugendorganisation der FDP, plädierten dafür, das Schwimmleistungszentrum nicht im Naturbadesee, sondern an anderer Stelle in der Stadt zu errichten. Der kommunalpolitische Arbeitskreis der SPD-Gervinus unter Vorsitz des damaligen Stadtverordneten Horst Knechtel hatte hingegen "keine Bedenken gegen die Woogswannen" und schlug sich - jedenfalls zunächst noch - eher auf die Seite des DSW, dessen Klubheim damals dort angesiedelt war, wo sich heute das gerade nach umfassender Sanierung neu eröffnete Restaurant auf dem Woogsdamm befindet.

Bäderdezernent Glas erkannte rasch, dass es zu dem vom Magistrat eigentlich schon eingetüteten Projekt erheblichen Diskussionsbedarf gab, und stand deshalb schon bald nicht mehr nur noch in der Kritik der Wannengegner, sondern auch unter Beschuss des DSW, der sein sicher geglaubtes Vorhaben von einem Vertreter des Magistrats nicht in Frage gestellt sehen mochte. In scharfer Form wies Glas Mitte Mai 1973 die Angriffe des DSW-Beauftragten für die Woogswannen, Justin Lippert, zurück. Dieser habe "von den politischen Abläufen einer solchen Angelegenheit keine Ahnung", wurde Glas am 17. Mai im Darmstädter Echo zitiert. Peter Benz, damals Fraktionsvorsitzender der SPD im Stadtparlament, forderte "ein Ende des Pressekriegs um die Woogswannen" und eine Entscheidungsvorlage des Magistrats an die Stadtverordneten bis Ende Juni 1973.

Noch weiter eskalierte die Auseinandersetzung, als die Jungdemokraten Ende Mai zu einem "Woogs-Hearing" in die Jugendherberge einluden. Der große Saal war völlig überfüllt, Befürworter und Gegner des Wannenprojekts schrien sich gegenseitig an und die Versammlung drohte mehrfach abgebrochen werden zu müssen. Für den Stadtjugendring, dem Dachverband zahlreicher Jugendorganisationen, sprach sich in dieser Veranstaltung auch dessen Vorsitzender Peter Schmidt gegen das Projekt aus (Darmstädter Echo vom 1. Juni 1973).

Als die Bürgerinitiative dann am 7. Juni 1973 in der Bochshaut gegründet wurde und ein Kollegium aus zehn gleichberechtigten Sprechern als Vorstand wählte, hatte sie ihr Ziel eigentlich schon erreicht. Schon einen Tag später kündigte Stadtrat Willy Glas in einem Brief an Ursula Fuchs-Diefenbach vom Sprecherkollegium an, der Magistrat werde bezüglich des Schwimmleistungszetrums "prüfen, ob nicht auch ein anderer Standort dafür möglich ist." Und schon am 13. Juni 1973 zitierte das Darmstädter Echo den damaligen Stadtbaurat, Herbert Reißer, Vater des heutigen Darmstädter Bürgermeisters und Bäderdezernenten, Rafael Reißer, mit dem Vorschlag, das Schwimmleistungszentrum nicht in den Woog zu bauen, sondern in den Bürgerpark Nord. In ihrer Sitzung am 28. Juni 1973 fasste die Stadtverordnetenversammlung den Beschluss, die Standortfrage zu klären, und zwar solle der Bau "mit Vorrang im Bürgerpark Nord" erfolgen.

Und so kam es dann auch: Das Schwimmleistungszentrum wurde im Bürgerpark Nord samt einem neuen Klubheim für den DSW gebaut, dieser war mit der Entscheidung bald auch versöhnt und der Streit war beigelegt. Aufgelöst hat sich die Bürgerinitiatvie zur Erhaltung und Pflege des Woogs aber trotzdem nicht. Im März 1977 formierte sie sich sogar formell als Verein und wurde als gemeinnützig anerkannt. Zuvor hatte sie 1976 Dr. Werner Mässing zu ihrem Vorsitzenden gewählt, der dieses Amt bis zu seinem Tod im Jahr 1991 mit größtem Engagement ausübte. In dieser Zeit änderte die Bürgerinitiative ihren Namen in "Woogsfreunde - Bürgeraktion zum Schutz des Naturbadesees", um den unterstützenden Charakter ihrer Aktivitäten zu betonen. Entstanden aber sind die Woogsfreunde 1973 als Protestbewegung gegen das Wannenprojekt. Heute würde man sie wohl als "Wutbürger" bezeichnen, vermutet der aktuelle Vorsitzende des Vereins, Reinhard Cuny, der 1973 die hoch emotionalen Auseinandersetzungen zwischen Wannengegnern und Wannenbefürwortern selbst miterlebt hat und damals als junger Student und regelmäßiger Woogsschwimmer auf der Seite der Wannengegner stand.

 

12. Mai 2013: 10.000 Euro für Sanierung der Duschen

Anlässlich des traditionellen Anschwimmens übergab Woogsfreundevorsitzender Dr. Reinhard Cuny eine Finanzierungszusage in Höhe von bis zu 10.000 Euro für die Sanierung der Duschräume im Inselbad an Bürgermeister Rafael Reißer. Reißer dankte den Woogsfreunden für ihr Engagement und kündigte gleichzeitig an, dass die seit Jahren von den Woogsfreunden geforderte Entschlammung voraussichtlich 2016 in dem erforderlichen Umfang werde durchgeführt werden könne.

Cuny erinnerte an die Ergebnisse des limnologischen Gutachtens von 2011 und mahnte an, nunmehr die Ursachen für die hohe Nährstoffbelastung im Darmbach zu ermitteln und entsprechende Gegenmaßnahmen zu ergreifen. Zugleich bat er die Stadt, bei dem Ausbau des Campus Lichtwiese der Technischen Universität darauf zu achten, dass das Wassereinzugsgebiet des Woogs keine Nachteile erfährt.

Bürgermeister Reißer gab bekannt, dass die Freibadesaison künftig immer am Sonntag vor dem 15. Mai beginnt und am Sonntag nach dem 15. September endet, sofern der 15. nicht selbst auf den Sonntag fällt. Auch werde die Öffnungszeit im Hochsommer flexibel gehandhabt. Bei gutem Wetter bleibe der Woog bis 21 Uhr geöffnet.

1. Dezember 2012: Buch “Darmstadt - en Woog” erschienen

Die Bürgeraktion Woogsfreunde hat die Herausgeberschaft für das Buch “Darmstadt - en Woog”, das im Surface Verlag Darmstadt als  Hommage an Darmstadts grüne Mitte erschienen ist, übernommen. Das Buch enthält 250 farbige Fotoseiten (Fotos: Natascha Braun) und interessante Texte (Meike Heinigk). Es ist für 12,80 Euro zzgl. Versand direkt beim Verlag (hier klicken) oder im Darmstädter Buchhandel erhältlich. ISBN 978-3-939855-30-9. Ein Euro pro verkauftem Buch kommt der Bürgeraktion Woogsfreunde für Maßnahmen zum Schutz des Naturbadesees zugute.


November 2012: Woogsfreunde vermissen konkrete Maßnahmenpläne der Stadt

In Bezug auf gesundheitsschädliche Keime war der Große Woog auch in diesem Jahr wieder völlig unbedenklich. Jedoch der hohe Nährstoffeintrag, der vom Darmbach in den Badesee gelangt, macht den Woogsfreunden Sorgen. Denn er könnte an heißen Sommertagen die Stabilität des Gewässers gefährden. In der Mitgliederversammlung der Bürgeraktion am Mittwoch-Abend wurden konkrete Handlungsvorschläge der Stadt vermisst, mit denen die Nährstoffbelastung im Darmbach reduziert werden könnte. Nachdem ein limnologisches Gutachten 2011 den Darmbach als Hauptverursacher der Nährstoffbelastung im Woog ausgemacht hatte, sei zwar von der Stadt ein Anschlussgutachten in Auftrag gegeben worden, Ergebnisse lägen jedoch noch nicht vor, erst recht keine Pläne für konkrete Verbesserungsmaßnahmen im Wassereinzugsgebiet des Woogs.

Doch es gab auch Lob in der von rund 50 Mitgiedern besuchten Versammlung der Woogsfreunde, deren Mitgliederzahl 2012 auf nun insgesamt 270 gestiegen ist. Insbesondere für das städtische Team der Schwimmmeisterinnen und Schwimmmeister am Großen Woog, die nicht nur die Aufsicht über den Badebetrieb führten, sondern auch tatkräftig anpackten, um das Gesamtareal sauber und gepflegt zu halten, gab es anerkennende Worte. Begrüßt wurde auch die Entscheidung des Magistrats Anfang des Jahres, nach vielen Jahren endlich wieder das Eislaufen auf dem Woog zuzulassen. Die Bürgeraktion hatte dies immer wieder gefordert, weil zur Tradition des über 400 Jahre alten Sees nicht nur das Baden, sondern auch das Schlittschuhlaufen gehöre. Nachdem die Woogsfreunde sich 2012 finanziell an der Anschaffung der neuen Badeinsel und von Sitzbänken auf der Liegewiese beteiligt haben, will die Bürgeraktion auch 2013 die Stadt wieder mit Spenden bei Anschaffungen oder notwendigen Reparaturen im Insel- und Familienbad unterstützen.

Bei der von dem Stadtverordneten und Woogsfreund Peter Mayer geleiteten Wahl der Vorstandsmitglieder wurden Dr. Reinhard Cuny als Vorsitzender der Woogsfreunde, Dr. Rolf Reutter und Annaik Höll als stellvertretende Vorsitzende, Jörg Muscheid als Kassenwart sowie Niels Kleinschmidt als stellvertretender Kassenwart bestätigt. Bettina Nielsen wurde zur Schriftführerin gewählt. Unterstützt wird der Vorstand von einem Vorstandsbeirat aus Helmut Wendt, Ria Wolf, Ursula Maurer, Anke Steffens, Wilhelmine Zielfelder, Dietlinde Wiese und Hannelore Schmerker.

 

30. Juni 2012: Bürgermeister Reißer dankt Woogsfreunden für Spende

Als Bürgermeister Rafael Reißer am Nachmittag des 30. Juni 2012 die neue schwimmende Badeinsel im Großen Woog offiziell vorstellte, hatten rund zwanzig Badegäste den Ponton schon längst in Besitz genommen und sich für eine Schwimmpause und ein Sonnenbad auf den Holzplanken ausgestreckt. Auf Bitte der Stadt beteiligt sich die Bürgeraktion "Woogsfreunde" mit 3.000 Euro an der Finanzierung der Anschaffung. "Ärgerlich, dass wir nicht selbst auf die Idee gekommen sind, die Badeinsel vorzuschlagen, sondern die städtische Verwaltung", sagte mit einem Augenzwinkern Woogsfreunde-Vorsitzender Reinhard Cuny bei der Übergabe des Schecks an Bäderdezernet Reißer. Bei Hochbetrieb kann auf der Schwimminsel auch eine Badeaufsicht platziert werden, um bei eventuellen Badeunfällen schneller reagieren zu können. Reißer dankte den Woogsfreunden für den Finanzierungsbeitrag und für ihr Engagement zur Erhaltung und Pflege des Naturbadesees.

Cuny erinnerte daran, dass die Wasserqualität des Woogs gesichert werden müsse. Das limnologische Gutachten, das die Stadt im vergangenen Jahr hatte anfertigen lassen, habe gezeigt, dass der Woog zwar frei von gesundheitsgefährenden Keimen oder Giftstoffen ist, dass aber die Belastung des Wasser mit Nährstoffen gesenkt werden sollte, um die Qualität des Badesees zu verbessern. Die Nährstoffe werden - so das Ergebnis des Gutachtens - zum einem vom Darmbach eingetragen und zum anderen aus dem Sediment ins Wasser zurückgelöst. Cuny appellierte deshalb an den Bürgermeister, die überfällige Entschlammung des Woogs nicht mehr auf die lange Bank zu schieben.

In den nächsten sechs Wochen (bis 12. August) gelten - wie Bürgermeister Reißer mitteilte - am Woog geänderte Öffnungszeiten. Abends bleiben das Inselbad und das Familienbad am Woog bis 21 Uhr statt bis 20 Uhr geöffnet. Dafür beginnt der Badebetrieb morgens erst um 9 Uhr (montags um 10 Uhr). Mit dem späteren Badeschluss wolle man vor allem auch Berufstätigen Gelegenheit geben, am Feierabend noch Schwimmen zu gehen. Man werde nun beobachten, wie das Angebot in den Sommerwochen, in denen die Sonne erst spät untergeht, angenommen wird und dann entscheiden, ob die neuen Öffenungszeiten auch in Zukunft Bestand haben. Die geänderten Öffnungszeiten gelten auch für das Eberstädter Mühltalbad.

 

11. Februar 2012: Woogsfreunde begrüßen offizielle Freigabe der Eisfläche

Die Bürgeraktion Woogsfreunde hat in einem Schreiben an Oberbürgermeister Partsch und Bürgermeister Reißer die die Entscheidung, das Eislaufen auf dem zugefrorenen Woog offiziell freizugeben, ausdrücklich begrüßt. Das Eislaufen im Winter gehört nach Meinung der Woogsfreunde genauso zur Tradtion des Großen Woogs wie das Baden in dem See im Sommer. Seit vielen Jahren habe sich die Bürgeraktion deshalb dafür eingesetzt, den Naturbadesee, wenn er im Winter zugefroren ist und die Eisdecke die notwendige Dicke erreicht hat, zugänglich zu machen. Die große Zahl der Besucher an diesem Wochenende zeige, dass die Entscheidung der Stadt, nach vielen Jahren erstmals wieder das Eislaufen auf dem Woog zu erlauben, richtig war.

An die Schlittschuhläufer appellieren die Woogsfreunde, keine Abfälle auf dem Eis zu hinterlassen, die später, wenn das Eis taut, in den Woog gelangen und die Wasserqualität des Badesees beeinträchtigen.

 

September 2011: Wasserqualität im Woog ist gut, könnte aber besser sein - Woogsfreunde fragen nach Ursachen der Nährstoffbelastung im Darmbach

Zum Abschluss der Freibadesaison am 15. September haben die "Woogsfreunde" erfreut festgehalten, dass die Wasserqualität des Naturbadesees Großer Woog während des ganzen Sommers 2011 als gut habe eingestuft werden können. Zu keinem Zeitpunkt seinen bei den regelmäßigen Kontrollen - soweit ihnen bekannt - kritische Grenzwerte für gesundsheitsschädliche Keime überschritten worden. "Nicht die Wasserqualität, sondern das oftmals schlechte Wetter war 2011 das Problem. Trotzdem ist es wichtig, Maßnahmen zur Erhaltung und zum langfristigen Schutz des Badesees in Angriff zu nehmen," betont Reinhard Cuny, der Vorsitzende der Bürgeraktion Woogsfreunde. Ein seit Frühjahr der Stadt vorliegendes limnologisches (gewässerkundliches) Gutachten habe für den Woog eine Belastung mit Nährstoffen festgestellt, die zwar im Jahresdurchschnitt weit von der eines hypertrophen (überdüngten) Gewässers entfernt sei, die aber für einen Naturbadesee durchaus geringer sein könnte. Die Gutachter hätten festgestellt, dass die Nährstoffe zu jeweils über 40 % aus dem zufließenden Darmbach und aus dem Sediment im See herrührten. Wasservögel und Badegäste seien nur zu einem geringen Teil verantwortlich.

In einem Schreiben an den Magistrat der Stadt sprechen sich die Woogsfreunde dafür aus, für die Planung von Maßnahmen zum dauerhaften Schutz des Großen Woogs als Naturbadesee ein ergänzendes Gutachten in Auftrag zu geben, das die wesentlichen Ursachen für die Nährstoffbelastung im Darmbach ermittelt und das Risiken bezüglich der Auswirkungen auf den Woog ebenso aufzeigt wie Möglichkeiten einer Zustandsverbesserung. Bisher könne niemand sagen, wo die Nährstoffbelastung im Darmbach herkomme und ob zum Beispiel die Fischteiche im Wald, das Vivarium, die Schrebergärten oder der Botanische Garten zu Hauptverursachern gerechnet werden müssten. Überhaupt wünschen sich die Woogsfreunde, dass dem Einzugsgebiet des Darmbachs im Darmstädter Ostwald und auf der Lichtwiese wegen der Auwirkungen auf den Badesee Großer Woog künftig mehr Aufmerksamkeit gewidmet wird.

Als wohl Erfolg versprechendste Maßnahme zur Reduzierung der Nährstoffbelastung im Woog stuft die Bürgeraktion Woogsfreunde den von den limnologischen Gutachtern empfohlenen Einbau einer Phosphat-Eliminationsanlage in den Zulauf zum Woog ein. Von einer chemischen Behandlung des Woogswassers oder einer Abdeckung des Schlammsediments im See mit Plastikfolie halten die Woogsfreunde dagegen nichts. Auch einer Reduzierung des Fischbestands im Woog stehen die Woogsfreunde eher skeptisch gegenüber, weil sich nach einer solchen Biomanipulation erfahrungsgemäß großflächige Wasserpflanzen stark ausbreiten würden, die dann den Badebetrieb erheblich beeinträchtigen. Erstaunt sind die Woogsfreunde, dass eine regelmäßige Entschlammung des Badesees - diese hatten die Woogsfreunde in den vergangenen Jahren immer wieder gefordert - von den Gutachtern eher kritisch eingestuft wird. Eine zweite guterachterliche Meinung dazu sei wünschenswert, bevor eine solche Maßnahme endgültig als untauglich verworfen werde.

 

Mai 2011: Zwölf Forderungen an die Stadtverordneten

Mit einem Brief an die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung bittet die gemeinnützige und überparteiliche Bürgeraktion "Woogsfreunde" die neu gewählten Parlamentarier, sich für den Schutz und die Erhaltung des Naturbadesses einzusetzen. "Mit dem Woog besitzt Darmstadt ein einzigartiges Kleinod. Wir wünschen uns deshalb, dass bei der Planung und Verabredung der kommunalpolitischen Ziele und Maßnahmen für die nächsten Jahre der Badesee nicht vergessen wird," begründete Woogsfreunde-Vorsitzender Reinhard Cuny das Schreiben an die Politiker.

Als Hauptforderungen umfasst der Brief die folgenden 12 Punkte:

    1. Dauerhafte Erhaltung der öffentlichen Badeanstalten „Familienbad“ und „Inselbad“ am Großen Woog.

    2. Vermeidung negativer Einflüsse auf das Wassereinzugsgebiet des Großen Woogs in Bezug auf die Qualität und die Menge des dem Woog zulaufenden Frischwassers bei neuen städtebaulichen Maßnahmen.

    3. Sanierung des Schlammfangs im Zulauf des Großen Woogs.

    4. Nachholung der seit vielen Jahren überfälligen Entschlammung des Badesees.

    5. Anbindung des Meiereibachs an den Woog, sobald die Wasserqualität des Meiereibachs nach der erfolgten Umstellung der Landwirtschaft auf dem Oberfeld auf Dauer wieder die notwendigen guten Werte aufweist.

    6. Falls das Vorhaben der Offenlegung des Darmbachs in der Innenstadt weiterverfolgt wird, keine sog. „Bewirtschaftung“ des Wasserspiegels am Woog, also keine Absenkung des Wasserpegels am Woog bei Wassermangel im unteren Darmbachverlauf.

    7. Beibehaltung der Saisonkarte für die Freibäder am Großen Woog (d. h. Beibehaltung der Saisonkarte ohne zwangsweisen Zuschlag für den Eintritt während der Sommersaison auch in die Hallenbäder).

    8. An heißen Tagen im Hochsommer mit hoher Besucherzahl flexible Verlängerung der Öffnungs- und Badezeit am Abend um eine halbe bis eine Stunde. Kriterium sollte sein, ob um 19 Uhr noch mehr als 100 Woogsbesucher anwesend sind. Kostenneutralität durch Reduzierung der Zahl der Aufsichtspersonen und Überstundenausgleich an Schlechtwettertagen.

    9. Früherer Beginn und späterer Schluss der Badesaison bei sommerlicher Wetterlage, jedoch garantierte Mindestbadesaison vom 15. Mai bis 15. September.

    10. Maßnahmen (z. B. Poller) zur Vermeidung von unnötigem Autoverkehr auf dem Woogsdamm (Staubentwicklung).

    11. Wiedereinführung des traditionellen Bootsverleihs am Woog. Vorübergehende Einstellung des Bootsbetriebs nur an Tagen mit hoher Zahl von Badegästen im Wasser.

    12. Wiederzulassung des traditionellen Eislaufens auf dem Woog auf eigene Gefahr.

 

Juli 2010: Längere Öffnungszeiten bei gutem Wetter

Einmal mehr haben sich auch an den heißen Julitagen des Jahres 2010 die Woogsfreunde wieder an die Stadt gewandt und darum gebeten den Badeschluss an heißen Tagen mit viel Besucherandrang flexibel um eine halbe Stunde auf 20 Uhr und die Schließung der Badeanstalten am Woog auf 20.30 Uhr zu verlängern. Als Kriterium schlugen die Woogsfreunde vor, wenn um 19 Uhr noch mehr als ca. 100 Badegäste anwesend sind. Vor einigen Jahren waren flexible Öffnungszeiten am Woog schon einmal von der Stadt praktiziert worden, dann aber ohne Begründung wieder eingestellt worden.

In Vertretung des zuständigen Bürgermeisters antwortete Oberbürgermeister Walter Hofmann auf die jüngste Initiative der Woogsfreunde. Zunächst teilte er mit, dass eine Lösung nur für das heiße Wochenende vom 9. bis zum 11. Juli 2010 gelungen sei. Angesichts des anhaltend heißen Wetters und auf nochmalige Intervention der Woogsfreunde, entschloss sich die Stadt dann schließlich doch zu einer flexiblen Regelung: Die Leitungen der Freibäder entscheiden ab sofort eigenverantwortlich morgens, ob am betreffenden Tag die Freibäder abends erst später (21 statt 20 Uhr) schließen, und geben dies durch Aushang und im Internet bekannt.

Die Bürgeraktion der Woogsfreunde begrüßt im Namen der zahlreichen Freibadbesucher die Entscheidung des Oberbürgermeisters sehr. Die Woogsfreunde hoffen dass die flexiblen Öffnungszeiten nun dauerhaft gelten, wobei sie einen Betriebsschluss um 20.30 Uhr für durchaus ausreichend halten, weil doch auch an heißesten Tagen nach acht die Besucherzahl rasch zurückgeht.

Ausdrücklich nicht befürwortet wird von den Woogsfreunden die im Jahr 2009 praktizierte starre Regelung, bei der die Öffnung morgens und die Schließung abends jeweils um eine halbe Stuinde verschoben wurde. Diese Regelung hat sich nicht bewährt, zumal Ende August und im September, wenn die Tage wieder deutlich kürzer werden, gar kein Bedarf für einen späteren Badeschluss mehr besteht.

 

15. Mai 2010

Nur 14 Grad betrug in Folge der kalten Witterung in den Tagen und Nächten davor die Wassertemperatur des Großen Woogs, sodass nur Einzelne das traditionelle Anschwimmen wörtlich nahmen und ins Wasser stiegen. Die meisten der Woogsfreundinnen und Woogsfreunde beließen es dabei, sich bei Kaffee und Kuchen auf der Terrasse des Familienbades wiederzusehen und sich gemeinsam auf die bevorstehende Badesaison zu freuen. Mit dabei war wieder der Posaunenchor der Südostgemeinde, der mit seinen Liedern Zuversicht und Freude verbreitete.

Woogsfreunde-Vorsitzender Dr. Reinhard Cuny berichtete in seiner Begrüßung über die großzügige Spende eines Woogsfreundes, mit der vier im Winter abgestorbene Bäume am Inselbad ersetzt werden sollen, sowie über die Hecke, mit der der Badesee vom Fahrradabstellplatz am Familienbad abgeschirmt werden soll, damit dort weniger Abfälle in den Woog geworfen werden. Die Woogsfreunde wollen diese Anpflanzung finanzieren.

 

17. November 2009: Mitgliederversammlung mahnt Entschlammung des Großen Woogs an

Die für diesen Winter angekündigte Entschlammung des Steinbrücker Teichs für 1,2 Mio. Euro war für die Woogsfreunde bei ihrer Jahresmitgliederversammlung am 17. November 2009 in der Jugendherberge Anlass, erneut die nach ihrer Meinung seit Jahren überfällige Entschlammung des Großen Woogs anzumahnen. Zwar lag die Belastung mit Keimen während der gesamten diesjährigen Badesaison immer weit unter den zulässigen Grenzwerten, doch gleichwohl hält die Bürgeraktion zum Schutz des Naturbadesees ein längerfristiges Sicherungskonzept für den Woog und seine Zuläufe für erforderlich. Woogsfreunde-Mitglied und Stadtverordneter Peter Mayer zitierte aus einer kürzlichen Magistratsantwort, dass die Kosten für die Woogsentschlammung auf 500.000 Euro geschätzt würden. Die Stadt warte derzeit noch auf die Ergebnisse eines gewässerkundlichen Gutachtens.

In einem weiteren Beschluss befassten sich die Woogsfreunde mit der geplanten Nordostumgehung und appellierten einstimmig an das bis Dezember beratende lokale Dialogforum und an die städtischen Beschlussgremien sicherzustellen, dass der Bau einer solchen Straße in Bezug auf Luft, Wasser und Lärm keine negativen Auswirkungen auf den Badesee hat. Einsetzen wollen sich die Woogsfreunde auch für die Wiederaufnahme des Bootsverleihs auf dem Woog, für das Wiederzulassen des Schlittschuhlaufens im Winter und für eine Verlängerung der Badesaison im Frühjahr und Herbst bei günstiger Witterung.

Ulrich Ranly, Abteilungsleiter im städtischen Tiefbauamt, berichtete den Woogsfreunden über die Vorplanungen zur Renaturierung des Darmbachs in dem Abschnitt zwischen Botanischem Garten und Großem Woog sowie über die für etwa 2012 geplante Anbindung des vom Hofgut Oberfeld her kommenden Meiereibaches an den Woog. Mit der Anbindung des Meiereibaches soll die Wasserversorgung des Badesees wesentlich verbessert werden. Derzeit wird der Meiereibach noch wegen hoher Belastungswerte in Folge von früheren Düngemitteleinträgen auf dem Oberfeld in die Kanalisation geleitet.

Woogsfreunde-Vorsitzender, Reinhard Cuny, konnte der Versammlung über einen auch 2009 anhaltenden guten Zulauf zu der Bürgeraktion berichten, deren Mitgliederzahl inzwischen auf 246 gestiegen sei. Im nächsten Jahr wollen sich die Woogsfreunde mit ihrem Beitrags- und Spendenaufkommen vor allem um die Finanzierung einer Umgestaltung des Fahrradabstellplatzes am Familienbad und die Anpflanzung einer neuen Schutzhecke kümmern.

 

20. August 2009: Bei schönem Wetter länger baden -Woogsfreunde fordern flexible Öffnungszeiten

"Um 19.30 Uhr ist Badeschluss," schallte es auch an den heißen Tagen der ablaufenden Woche durch den Lautsprecher, obwohl sich auch in den frühen Abendstunden noch über tausend Besucher an und im Großen Woog tumelten. Die meisten von ihnen befolgten nur ungern die Anweisung der Bademeister und wären gerne noch länger am Badesee geblieben. Geschlossen werden die beiden Badeanstalten Inselbad und Familienbad zwar erst um 20 Uhr, doch eine halbe Stunde vorher ist schon Badeschluss, weil das Aufsichtspersonal dann mit Aufräumarbeiten beschäftigt ist und das Geschehen auf der Wasserfläche nicht mehr mit der notwendigen Aufmerksamkeit beobachten kann. Und ab 19 Uhr wird der Badeschluss schon laufend mit Lautsprecherdurchsagen angekündigt.

Die Bürgeraktion "Woogsfreunde" kündigte an, sich im Interesse der vielen Woogsbesucher bei der Stadt für einen späteren Badeschluss an den heißen Tagen einsetzen zu wollen. "Die bürgerfreundlichen flexiblen Öffnungszeiten, die vor einigen Jahren mit Erfolg eingeführt worden waren, sind leider klammheimlich wieder abgeschafft worden," sagte Woogsfreunde-Vorsitzender Reinhard Cuny. Er plädierte dafür, an heißen Tagen den Badeschluss wieder um wenigsten eine halbe Stunde nach hinten zu schieben. Dafür könne an kalten und verregneten Tagen, an denen die abendlichen Schwimmer an einer Hand abzuzählen sind oder ganz ausbleiben, auch mal eine halbe Stunde früher zugemacht werden. Kriterium könne die um 19 Uhr noch anwesende Zahl von Besuchern sein. Wenn es - wie in den letzten Tagen - mehrere hundert seien, sei es angemessen, den Badebetrieb mindestens noch eine halbe Stunde länger laufen zu lassen.

Auch was das Saisonende betrifft, wünschen sich die Woogsfreunde von der Stadt mehr Flexibilität. Geplant ist seitens der Stadt, dass die Freibäder am 13. September letzmals geöffnet sind. Falls es in der letzten Woche noch warm genug ist, sollte aber nach Meinung der Bürgeraktion der Badebetrieb um eine Woche bis zum 20. September verlängert werden. Dies gelte umso mehr, weil in diesem Jahr das Hochschulstadion geschlossen ist und viele Stammbesucher von dort nun am Großen Woog ihre Freizeit verbringen.

 

15. Mai 2009

Einen neuen Rasenmäher für die Liegewiese des Familienbades am Woogsdamm haben die Woogsfreunde als Spende an Oberbürgermeister Walter Hoffmann übergeben. Hoffmann dankte anlässlich des traditionellen “Anschwimmens” zum Beginn der Freibadesaison 2009 der Bürgeraktion für ihr Engagement . Er konnte berichten,. dass die Stadt  inzwischen den Bodenbelag im Familienbad habe durch rutschfeste Fliesen ersetzen und im Inselbad habe neue Umkleidekabinen aufstellen lassen. Auch seien eine Teilentschlammung vorgenommen und der Übergang von der Woogsinsel in das Wasser umgestaltet worden.

 

4. Mai 2009: Woogsfreunde und Handwerkskammer spenden vier neue Bojen

Damit sich die Badegäste beim Durchqueren des 60.000 Quadratmeter großen und im Durchschnitt etwa drei Meter tiefen Naturbadesees Großer Woog sicherer fühlen, wird es in der am 15. Mai beginnenden Badesaison vier zusätzliche Sicherheitsbojen geben. Die gemeinnützige Bürgeraktion "Woogsfreunde" und die Handwerkskammer Rhein-Main übergaben die Bojenspende am Montag an Oberbürgermeister Walter Hoffmann. Bislang gab es nur nur sechs Bojen, an denen sich die Schwimmerinnen und Schmimmer festhalten und ausruhen konnten - zu wenig, wie vor allem viele Seniorinnen und Senioren, aber auch junge Freischwimmerinnen und Freischwimmer meinten. Die gemeinnützige Bürgeraktion Woogsfreunde bat deshalb die Handwerkskammer Rhein-Main um Hilfe. In deren Berufsbildungszentrum in Weiterstadt wurden die Bojen, die es in dieser Form nicht als Serienprodukt gibt, im Rahmen der Ausbildung in den letzten Monaten zusammengeschweißt und lackiert.

Woogsfreunde-Vorsitzender Reinhard Cuny dankte Ausbildungsmeister Giacomo Altilio und den beiden Auszubildenden, Niklas Walther und Zvonimir Kenji, die stellvertretend zur Bojenübergabe mitgekommen waren, sowie Peter Frölich, dem Leiter der Berufsbildungs- und Technologiezentren der Handwerkskammer Rhein-Main, für die Unterstützung und bezeichnete die Bojen als "Belegstücke handwerklicher Perfektion." Die neuen, exakt im Stil der alten nachgebauten Bojen passten hervorragend zu dem denkmalgeschützen Gesamtensemble des Naturbadesees Großer Woog.

Oberbürgermeister Walter Hoffmann, dankte ebenfalls der Handwerkskammer für die Bojenspende und den Woogsfreunden für Ihren Einsatz zur Erhaltung und zum Schutz des Woogs als Naturbadesee. "Mit dem Badesee Großer Woog besitzt Darmstadt mitten im Stadtgebiet einen einmalig schönen Erholungsort. Das denkmalgerecht restaurierte Familienbad und das Inselbad mit seinen großflächigen Liegewiesen locken jedes Jahr viele tausend Besucher an. Im Namen des Magistrats bedanke ich mich bei der Handwerkskammer Rhein-Main und den Auszubildenden für die gelungene Arbeit und bei den Woogsfreunden, die sich wieder um die Sicherheit und Attraktivität des Woogs verdient gemacht und vorbildliches bürgerschaftliches Engagement gezeigt haben.“

Peter Frölich nutzte die Bojenübergabe, um für eine Ausbildung im Handwerk zu werben: "Das Handwerk im Rhein-Main-Gebiet startet trotz Wirtschaftskrise offensiv ins neue Jahr. Wir wollen alle Anstrengungen unternehmen, die Zukunft der Jugendlichen und der auf fachlich qualifizierten Nachwuchs angewiesenen Betriebe zu sichern. Wir setzen alles daran, möglichst viele Jugendliche in Qualifizierung zu bringen. Qualifizierte Mitarbeiter bedeuten erfolgreiche Betriebe." 2008 hätten 3.861 Jugendliche im Bezirk der Handwerkskammer Rhein-Main einen neuen Lehrvertrag abgeschlossen. Gefragt seien insbesondere Bau- und Ausbau-Gewerke, aber auch Elektro- und Metallhandwerke oder Holz verarbeitende Gewerke gewesen. Schüler, die in diesem Jahr eine Lehrstelle suchen, können sich bei der Handwerkskammer Rhein-Main über die vielseitigen Möglichkeiten einer Ausbildung im Handwerk informieren.

 

20. November 2008: Woogsfreunde wollen frische Farbe spendieren 

Nach Baumspenden im vergangenen und einer Ruhebankspende in diesem Jahr will die gemeinnützige Bürgeraktion zum Schutz des Woogs als Naturbadesee im Frühjahr 2009 für frische Farbe an den Umkleidekabinen im Inselbad sorgen und die Anpflanzung einer Hecke an der Landgraf-Georg-Straße finanzieren. Dies beschlossen die Woogsfreunde bei ihrer Jahresmitgliederversammlung am 20. November 2008 . Zu der Versammlung waren rund 50 der 228 Mitglieder ins Klubheim der TSG gekommen und nahmen mit Beruhigung die Information entgegen, dass die Wasserqualität des Woogs während der gesamten Badesaison 2008 immer sehr gut gewesen sei und die von behördlichen Gutachtern gemessenen Belastungswerte immer weit unterhalb der zulässigen Grenzwerte gelegen hätten.

 Zur Sicherung der Wasserqualität hält die Bürgeraktion dennoch eine Entschlammung des Woogs für überfällig und hofft, dass diese spätestens in ein oder zwei Jahren von der Stadt in Auftrag gegeben wird. Weitere Erkenntnisse erhoffen sich die Woogsfreunde auch von einem limnologischen Gutachten, das die Stadt hat anfertigen lassen und dessen Ergebnisse demnächst vorliegen sollen. Sorge bereitet ihnen, dass für den Nutzwasserverbrauch in den Hochschulgebäuden auf der Lichtwiese immer mehr Regenwasser abgefangen wird und so dem Woog nicht mehr zur Verfügung steht.

  Großes Interesse äußerten die Woogsfreunde deshalb in ihrer Mitgliederversammlung an den kürzlich begonnenen Sanierungs- und Renaturierungsmaßnahmen am oberen Darmbachverlauf von den Quellen bis zum Woog und an dem Plan, den Meiereibach vom Oberfeld künftig nicht mehr in die Kanalisation, sondern als zusätzliche Frischwasserzufuhr in den Woog zu leiten. Als Erfolg ihrer hartnäckigen Intervention bewerteten sie, dass die im Vergleich zu den anderen Bädern weit überproportionale Eintrittspreiserhöhung von 2007  noch vor Beginn der Badesaison 2008 "in letzter Minute" vom Magistrat korrigiert worden sei.

  Einmütig wieder gewählt für zwei Jahre wurde unter der Sitzungsleitung von Stadträtin Irmgard Klaaf-Isselmann der Vorstand der überparteilichen Bürgeraktion: Reinhard Cuny als Vorsitzender der Woogsfreunde, Annaik Höll und Rolf Reutter als stellvertretende Vorsitzende, Bärbel Hufenbach als Schriftführerin sowie Jörg Muscheid als Kassenwart und Niels Kleinschmidt als stellvertretender Kassenwart. Unterstützt wird der Vorstand von einem Beirat aus Rosemarie Eberle, Bert Fischer, Lisa Reimer, Hannelore Schmerker, Helmut Wendt, Elo Wroblewski und Maria Wolf. Zu Kassenprüfern wurden Wilhelmine Zielfelder und Carola Reutter bestimmt.

 

23. Mai 2008: Rundbank gestiftet

Ein Woogsfreund, der namentlich nicht genannt werden möchte, hat eine Rundbank im Wert von 1.500 Euro für die Liegewiese im Inselbad gestiftet. Sie wurde inzwischen von der Stadt Darmstadt aufgestellt. An der Bank wurde eine Erinnerungstafel für die verstorbenen früheren Vorsitzenden der Bürgeraktion Woogsfreunde angebracht:

 

12. Mai 2008: Beliebte Saisonkarte für den Woog wieder eingeführt

Mit großer Zustimmung haben die Woogsfreunde die Nachricht aufgenommen, dass die 2007 abgeschaffte Saison-Eintrittskarte für den Woog  ab 2008 wieder eingeführt wird. Oberbürgermeister Walter Hoffmann verkündete dies beim traditionellen “Anschwimmen” zum Beginn der Badesaison. Der Preis beträgt 45 Euro für Erwachsene bzw. 35 Euro für Jugendliche.

 

21. Januar 2008: Woogsfreunde atmen auf  - Wasserspiegel wird nicht abgesenkt

Mit Erleichterung haben die die Woogsfreunde die Entscheidung des städtischen Tiefbauamtes aufgenommen, die geplante Ablaufeinrichtung zur "Bewirtschaftung" des Wasserspiegels am Großen Woog nun doch nicht zu bauen. Damit der künftig offen durch die Darmstädter Innenstadt verlaufende Darmbach auch an heißen Tagen nicht trocken fällt, war ursprünglich vorgesehen, den Wasserspiegel des Woogs erforderlichenfalls um bis zu zehn Zentimeter abzusenken. Die Bürgeraktion zum Schutz des Naturbadesees hatte dagegen protestiert, weil die Stabilität des Woogs gerade in Hitze- und Trockenperioden sichergestellt werden müsse und nicht durch Ablassen einer erheblichen Wassermenge zusätzlich in Gefahr gebracht werden dürfe. Der Vorsitzende der Woogsfreunde, Reinhard Cuny, begrüßte die Entscheidung der Stadt, die ursprüngliche Planung nicht weiterzuverfolgen, und sagte: "Es darf nicht sein, dass ausgerechnet an kritischen Hochsommertagen die Ästhetik eines Bachplätscherns vor dem Kongresszentrum wichtiger ist als die Aufrechterhaltung der biologischen Wasserqualität des traditionstreichen Darmstädter Naturbadesees ."

Wie die Stadt auf ihrer Darmbach-Informationsseite im Internet begründet, geht man inzwischen davon aus, dass die geplante Einspeisung des vom Oberfeld kommenden Meiereibachs auch im Sommer für genügend Wasserdurchfluss sorgen wird. Außerdem sei - so heißt es dort - bereits im Zuge des ersten Bauabschnitts eine Pumpe eingebaut worden, die notfalls in Betrieb genommen werden könne, um in der Innenstadt das Darmbachwasser im Kreislauf zu führen. Sollte es sich die Stadt doch wieder anders überlegen, und die Bewirtschaftung des Wasserspiegels am Woog erneut in Erwägung ziehen, kündigen die Woogsfreunde schon jetzt ihren energischen Widerstand an.

 

11. Dezember 2007: Woogsfreunde lehnen Absenkung des Wasserspiegels ab

In heller Aufregung sind die Woogsfreunde wegen der von der Stadt Darmstadt angekündigten Senkung des Wasserspiegels in dem Naturbadesee um 10 Zentimeter, wenn der künftig in Offenlage durch die Innenstadt geführte Darmbach Niedrigwasser führen sollte. Dies berichtete der Vorsitzende der Bürgeraktion, Dr. Reinhard Cuny, nach der Mitgliederversammlung, die am Dienstagabend im Konferenzsaal der Jugendherberge stattfand. "Es ist nicht akzeptabel, dass ausgerechnet in sommerlichen Hitzeperioden das biologische Gleichgewicht des Woogs durch Ablassen von 2,4 Millionen Litern Wasser in Gefahr gebracht wird, nur um ein Bachplätschern in der Innenstadt aufrecht zu erhalten," fasste er die aufgebrachte Stimmung der Woogsfreunde zusammen. Die Woogsfreunde unterstützten die geplanten Renaturierungsmaßnahmen im oberen Darmbachverlauf und am Meiereibach, der vom Oberfeld kommend künftig nicht mehr in die Kanalisation, sondern als weitere Frischwasserzufuhr in den Woog geleitet werden solle. Gegen die auf der städtischen Internetseite www.darmbach.de angekündigten "Bewirtschaftung" des Woogswasserspiegels im Sommer wolle die Bürgeraktion aber energisch zu Felde ziehen.

Weiteres Thema der Mitgliederversammlung war nochmals die massive Erhöhung der Eintrittspreise am Woog. Dass den Stadtverordneten bei ihrer Beschlussfassung über die neuen Eintrittspreise falsche Vergleichspreise vorgelegt worden seien, habe Bürgermeister Wolfgang Glenz zwar in der Antwort vom 21. August auf eine Stadtverordnetenanfrage eingeräumt und mit einem "redaktionellen Fehler" begründet, eine erneute Befassung der Stadtverordnetenversammlung und eine Korrektur der Preisfestsetzung sei trotzdem bisher nicht erfolgt. Auf Grund der Zusagen mehrerer Stadtverordnetenfraktionen hoffen die Woogsfreunde aber dennoch, dass bis zum Saisonbeginn im Mai wieder eine Saisonkarte für den Woog ohne Zwangszuschlag für den von vielen Besucher gar nicht gewünschten Hallenbadbesuch angeboten wird. Die alte Saisonkarte hatte 36 Euro gekostet. Seit diesem Sommer war nur noch eine Saisonkarte mit Hallenbadzuschlag für 60 Euro angeboten worden.

Zu Beginn der Mitgliederversammlung konnte Cuny über einen erfreulichen Mitgliederzuwachs in diesem Jahr berichten. 30 neue Mitglieder seien eingetreten, sodass der Bürgeraktion jetzt 208 aktive Mitglieder angehörten.

 

Juni 2007: Woogsfreunde fordern Korrektur der neuen Eintrittspreise durch das Stadtparlament

Angekündigt worden war vom Presseamt der Stadt zum 1. Juni 2007 eine "moderate Anpassung" der Preise mit Erhöhungen "bis zu 30 Prozent" (Darmstädter Echo vom 26. April). Tatsächlich wurden die Preise aber um bis zu 67 Prozent angehoben. Die Bürgeraktion zum Schutz des Naturbadesees hat sich deshalb an die Fraktionen in der Stadtverordnetenversammlung gewandt und eine Korrektur der neuen Preisliste durch das Stadtparlament gefordert.

Besonders betroffen sind die Stammgäste. So ist die Zehnerkarte für Erwachsene von 15 auf 23 Euro um 53 Prozent, die Zehnerkarte für Jugendliche und Schwerbehinderte von acht auf 13 Euro sogar um 63 Prozent aufgeschlagen. Die Saisonkarte für Erwachsene kostet jetzt 60 statt der bisherigen 36 Euro. Die bisherige, nur im Freibad Großer Woog gültige Saisonkarte wird nicht mehr angeboten. Stattdessen müssen die Dauergäste im Woog jetzt - obwohl nur wenige dies wollen - zwangsweise für die Freibadesaison eine Freibadkarte mit Hallenbadzuschlag kaufen. Im Ergebnis bedeutet dies eine Preiserhöhung um fast 67 Prozent.

Die Bürgeraktion dringt vor allem darauf, dass wieder eine Saisonkarte nur für den Woog, also eine Karte ohne den Zwangszuschlag für eine Hallenbadbenutzung im Sommer angeboten werden.

Mehrere Stadtverordnetenfraktionen haben auf Grund der Initiative der Woogsfreunde angekündigt, die neuen Eintrittspreise nach den Sommerferien nochmals überprüfen zu wollen.

 

November 2006: Mitgliederversammlung der Woogsfreunde

Mit Sorge beobachten die Woogsfreunde eine zunehmende Ablagerung von Faulschlamm in Darmstadts Naturbadesee. Die alle paar Jahre notwendige Entschlammung des Teiches sei "überfällig, wenn es nicht zu einer Verschlechterung der Wasserqualität kommen soll", sagte Woogsfreunde-Vorsitzender, Reinhard Cuny. Die Mitglieder der gemeinnützigen Bürgeraktion appellierten deshalb bei ihrer Mitgliedersammlung am 28. November 2006 im Konferenzzentrum der Jugendherberge am Woog an Magistrat und Stadtverordnetenversammlung, die notwendigen Mittel in den nächsten Haushaltsplan der Stadt einzustellen. Infolge des Laub- und Blütenstaubeintrags, aber auch durch den Besatz des Sees mit Fischen und Enten bilde sich am Boden des Gewässers ein von Jahr zu Jahr wachsender Faulschlammteppich, der zu einer Gefahr für die Wasserqualität werden könne, wenn er nicht von Zeit zu Zeit ausgebaggert werde."Während in künstlichen Badeanstalten hohe laufende Kosten für die Wasseraufbereitung anfallen, muss bei einem Naturbadesee in Maßnahmen zur Erhaltung des natürlichen Gleichgewichts investiert werden," betonte Cuny.

Weitere Themen in der Mitgliederversammlung waren die Renaturierungspläne für den Darmbach, der Bau der Nordostumgehung sowie die Hoffnung, in ein paar Jahren mit dem Meiereibach eine zusätzliche Frischwasserzufuhr an den Woog anschließen zu können, nachdem die Stiftung Oberfeld die Bewirtschaftung des Oberfelds auf ökologische Landwirtschaft umgestellt hat.

Neu gewählt wurde in der von etwa 40 Mitgliedern besuchten Jahreshauptversammlung unter der Versammlungsleitung von Manfred Vogel der Vorstand der Woogsfreunde. Dr. Reinhard Cuny wurde für weitere zwei Jahre als Vorsitzender bestätigt. Zu seinen Stellvertretern wurden Dr. Rolf Reutter und Annaik Höll, zur Schriftführerin Bärbel Hufenbach, zum Kassenwart Jörg Muscheid und zum stellvertretenden Kassenwart Nils Kleinschmidt gewählt. Unterstützt wird der Vorstand von einem Beirat, dem Eleonore Wroblewski, Ria Wolf, Lisa Reimer, Helmut Wendt, Bert Fischer, Hannelore Schmerker und Rosemarie Eberle angehören. Die Bürgeraktion Woogsfreunde setzt sich seit 1973 für den Schutz und die Erhaltung des Woogs als Naturbadsees ein und hat über 190 Mitglieder. Durch eine Spende des Vereins konnten im Frühjahr neue Bäume auf der Insel und an der Liegewiese angepflanzt werden.

 

April 2006: 1.000 Euro "Schattenspende" der Woogsfreunde

Nachdem mehrere große, alte Bäume am Darmstädter Naturbadesee "Großer Woog" gefällt werden mussten,  fehlte es im Sommer 2005 - vor allem auf der Woogsinsel - an Schatten spendendem Grün. Die gemeinnützige Bürgeraktion Woogsfreunde rief deshalb die Woogsbesucher zu einer „Schattenspende“ auf. Die Bürgeraktion hat dann die eingegangenen Spenden in Höhe von 731 Euro auf einen Gesamtbetrag von 1.000 Euro aufgestockt und diesen Betrag der Stadt Darmstadt zweckgebunden für den Kauf neuer Bäume und Sträucher zur Verfügung gestellt. Die neuen Bäume wurden im Frühjahr 2006 auf der Insel und an der Liegewiese angepflanzt.

 

5. August 2005: Schreiben der Woogsfreunde an den Magistrat der Stadt Darmstadt:

Die gemeinnützige Bürgeraktion "Woogsfreunde" ist besorgt, dass die geplante Nordostumgehung und die damit verbundenen Umbaumaßnahmen in der Hanauer Straße zu Beeinträchtigungen des Naturbadesees "Großer Woog" führen können.

Die Woogsfreunde erwarten von den Stadt Darmstadt und den Trägern der Straßenbaumaßnahmen,

  • dass die Auswirkungen auf das Wasser des Badesees, seine Bachzuläufe und das Grundwasser, auf die Luftqualität und auf die Lärmimmissionen im Bereich des Badesees durch entsprechende besondere Gutachten vorher untersucht und die Ergebnisse bei der Planung berücksichtigt werden,
  • dass sichergestellt wird, dass durch die Nordostumgehung und die künftige Verkehrsführung auf der Hanauer Straße die unmittelbar am Woog und am Familienbad vorbeiführende Landgaf-Georg-Straße effektiv und spürbar von Verkehr - insbesondere auch von Schwerlastverkehr - entlastet und nicht infolge steigender Verkehrsmengen gar zusätzlich belastet wird,
  • und dass sichergestellt wird, dass von der Hanauer Straße und der Nordostumgehung keine Luft- und Lärmbelastungen für das Erholungsgebiet "Großer Woog" ausgehen.

 

24. September 2004: Familienbad auf Platz 1 der Kundenzufriedenheit

In einer groß angelegten Untersuchung von Studierenden der Verwaltungsfachhochschule Wiesbaden (Abteilung Darmstadt) wurde die Kundenzufriedenheit von 900 Badegästen in den Darmstädter Schwimmbädern erfragt. Dabei landete das Woog Familienbad mit Abstand auf Platz eins (Gesamtnote 1,77).

30 Prozent der Befragten gaben dem Woog-Familienbad die Note „Eins“, 63 Prozent die Note „Zwei“. 36 Prozent lockt die Tatsache, „dass der Woog ein Natursee ist“. Ändern sollte die Stadt nach Ansicht der Befragten die kostenpflichtige Nutzung der Warmduschen (künftig kostenlos), die Rutschgefahr auf den Fliesen vor den Toiletten und auf den Einstiegen ins Wasser und das Fehlen einer (Holz-)Insel in der Mitte des Sees. Gefragt wurde u. a. nach der Sauberkeit der Toiletten, das Angebot der Freizeitmöglichkeiten, Rasen- und Wasserqualität, Atmosphäre und den Zustand der Sanitäranlagen.

Auf Platz zwei gelangte das Arheilger Mühlchen (Gesamtnote 1,94). Des weiteren gehörten zur Hitparade der Darmstädter Freibäder: das Inselbad am Woog (2,06), das Mühltalbad (2,105) und – auf dem letzten Platz - das von den Vereinen betriebene, private DSW-Freibad (2,6).

Oberbürgermeister Peter Benz nahm die Ergebnisse mit großer Freude auf: Er sei sehr erfreut, „dass unsere städtischen Bäder sehr gut bewertet werden.

(Quelle: da facto )

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